Ersatzhabitate, die wir draußen bauen.
Wir bauen Totholzhaufen, Steinriegel, Sandflächen und Kleingewässer: angelegt, entwickelt und über die vereinbarte Laufzeit gepflegt. Nach den Vorgaben Ihrer Planung, in Brandenburg und bundesweit.
Ersatzlebensraum herstellen.
Wenn ein Bauvorhaben Lebensräume beansprucht, verlangt die Genehmigung in der Regel Ersatzhabitate: Flächen und Strukturen, in denen die betroffenen Arten weiterleben können. Wir sind der Betrieb, der diese Vorgabe draußen umsetzt, für Bauunternehmen, Projektentwickler, Umweltbüros und die öffentliche Hand, in der Prignitz, in ganz Brandenburg und bundesweit. Was entstehen soll, sagen Maßnahmenplanung, Gutachten und ökologische Baubegleitung. Wir bringen Mannschaft, Maschinen und Material auf die Fläche und bauen es.
- Anlegen: Totholzhaufen, Steinriegel, Sandflächen und Kleingewässer nach Plan herstellen
- Entwickeln: die Fläche über die Anwuchs- und Besiedlungsphase begleiten
- Pflegen: Habitatpflege über die vereinbarte Laufzeit, Entbuschen und Offenhalten inklusive
- Dokumentieren: prüffähig für Auftraggeber, Behörde und ökologische Baubegleitung
Ansitzstange für Greifvögel im OffenlandHabitattypen, die wir herstellen.
Welcher Ersatzlebensraum wo entsteht, gibt die Maßnahmenplanung anhand der Zielart vor. Diese Typen setzen wir um:
AISteinriegel, Totholz und offener Sand: ein Ersatzhabitat direkt nach der Herstellung.Totholzhaufen
Stämme, Wurzelstöcke und Astmaterial geschichtet, als Deckung und Winterquartier für Reptilien und Amphibien.
Steinriegel & Lesesteinhaufen
Steinschüttungen mit Hohlräumen, sonnenexponiert, als Ersatzquartier für Eidechsen und Schlangen.
Sandflächen & Sandlinsen
Offener, grabbarer Rohboden als Eiablage- und Sonnplatz. Ohne Pflege wächst er schnell wieder zu.
Kleingewässer & Amphibientümpel
Laichgewässer mit Flachwasserzonen modellieren, abdichten und mit Totholz strukturieren.
Gehölz- und Randstrukturen
Heimische Gehölze pflanzen und gegen Wildverbiss sichern, als Deckung und Randlinie zum Habitat.
Habitatpflege
Entbuschen, Sandflächen offenhalten, Strukturen nachbessern, über die vereinbarte Laufzeit.
Vom Maßnahmenblatt zur besiedelbaren Fläche.
Standort, Größe und Bauweise jedes Habitats stehen in Ihren Unterlagen. Der Ablauf sieht bei uns typischerweise so aus:
- 01
Unterlagen sichten & Fläche begehen
Maßnahmenblatt, Lageplan und Auflagen durchgehen, Standorte vor Ort abgleichen, Zufahrten und Lagerflächen festlegen.
- 02
Zeitfenster mit der öBB abstimmen
Wann darf gearbeitet werden, wann muss das Habitat fertig sein? Sieht die Planung eine vorgezogene Maßnahme (CEF) vor, richtet sich der Bauablauf nach diesem Stichtag.
- 03
Material anliefern & Habitat herstellen
Steine, Sand, Totholz und Wurzelstöcke kommen mit eigener Transporttechnik auf die Fläche. Dann wird gebaut: Mulden ausheben, Steinriegel schichten, Sandlinsen einbauen, Kleingewässer modellieren, bodenschonend auch auf weichem Untergrund.
- 04
Sichern & bepflanzen
Wo gefordert: heimische Gehölze pflanzen und mit Wildschutzzaun gegen Verbiss sichern, damit die Struktur anwachsen kann.
- 05
Abnahme & Dokumentation
Wir übergeben das fertige Habitat mit Fotodokumentation und Aufmaß, prüffähig für Auftraggeber, Behörde und ökologische Baubegleitung.
- 06
Entwicklungspflege
Danach halten wir die Fläche in Funktion: entbuschen, Sand offenhalten, Strukturen nachbessern, über die vereinbarte Laufzeit.
Laichgewässer im Bau — Waldsee WustermarkLaichgewässer für den Kammmolch.
Im Olympischen Dorf in Wustermark, Brandenburg haben wir ein Ersatz-Laichgewässer für den Kammmolch hergestellt, im Wasserschutzgebiet, mit Kofferdamm und Wasserhaltung über Sedimentfilter. Die Kernwasserfläche wurde um rund 100 m² erweitert, Flachwasserzonen und Totholz kamen als Struktur dazu, auf 175 m² wurden heimische Gehölze gepflanzt und mit Wildschutzzaun gesichert. Umsetzung im November 2024 in rund vier Wochen.
Alle Details, Beteiligten und Zahlen stehen im Projektbericht: Projektbericht Waldsee Wustermark. Wie wir Gewässer und Feuchtflächen darüber hinaus umbauen, zeigt die Seite Renaturierung von Gewässern.
Technik, die auch auf weichem Grund arbeitet.
Habitatflächen liegen selten am asphaltierten Weg. Das ist ein Ausschnitt aus dem eigenen Bestand. Den kompletten Fuhrpark zeigt die Technik-Seite.

Takeuchi TB290
Kompaktbagger auf Moorketten, modelliert Mulden und Kleingewässer auf weichem Grund.

Hydrema MX14
Setzt Steine, Stämme und Wurzelstöcke präzise an ihren Platz.

Bobcat T450
Raupen-Kompaktlader mit geringem Bodendruck, verteilt Sand und Substrat flächenschonend.

Liebherr L508
Radlader für Sand, Steine und Substrat direkt auf der Fläche.

MAN & Tieflader
Bringt Maschinen und Habitatmaterial zur Fläche, auch abseits der Hauptstraße.

Takeuchi TB216
Minibagger mit Erdbohrer, setzt Pflanzlöcher und Zaunpfosten rund ums Habitat.
Wo Standardtechnik einsinkt.
Kleingewässer, Feuchtsenken und Moorflächen liegen selten am befestigten Weg. Auf Moorketten arbeiten wir auch dort, wo andere Technik stehen bleibt, ohne die Fläche zu verdichten, die hinterher Lebensraum werden soll.
Wir bauen es und halten es in Funktion.
Ein Ersatzhabitat erfüllt die Auflage nur, wenn es auch Jahre später noch funktioniert. Deshalb übernehmen wir Anlage und Pflege zusammen, mit denselben Leuten und derselben Technik.
Bauausführung, nicht Beratung
Wir setzen um, was Planung und öBB vorgeben, mit eigener Mannschaft und eigener Technik.
Pflege über die Laufzeit
Entbuschen, offenhalten, nachbessern, über die vereinbarte Laufzeit. So wächst das Habitat nicht nach zwei Jahren zu.
Prüffähig dokumentiert
Was gebaut und gepflegt wurde, ist belastbar belegt: mit Fotos und Aufmaß für Bauleitung, Behörde und ökologische Baubegleitung.
Eigene Leute, eigene Erfahrung
Steinriegel, Sandlinse, Kleingewässer: über 800 Projekte seit 2015, gebaut von der eigenen Mannschaft, ohne Subunternehmer.
Kurz beantwortet.
Plant ihr die Ersatzhabitate auch?
Welche Ersatzhabitate baut ihr?
Übernehmt ihr auch die Pflege danach?
Ersetzt ihr die ökologische Baubegleitung?
Können Ersatzhabitate vor dem Eingriff fertig sein?
Baut ihr auch Ersatzhabitate zu einer laufenden Zaunbetreuung?
Arbeitet ihr mit Subunternehmern?
Mehr zum Zusammenspiel von Fang, Umsiedlung und Ersatzlebensraum steht auf unserer Seite Artenschutzmaßnahmen auf der Baustelle. Wie wir die zugehörigen Leiteinrichtungen bauen und betreuen, lesen Sie unter Amphibienschutzzaun. Umgesetzte Projekte zeigen unsere Referenzprojekte.
Angaben zu Fristen und Auflagen ordnen ein und ersetzen keine Rechtsberatung. Was im konkreten Verfahren gilt, entscheiden die zuständige Behörde und die Planung.
Ersatzhabitat in der Auflage?
Schicken Sie uns Maßnahmenblatt und Lageplan. Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden mit einer ersten Einschätzung und zur Terminlage im vorgegebenen Bauzeitfenster.